Freitag, den 05. Februar 2010 um 01:52 Uhr

Zum Schreiben ... Freischreiben

Der Autor ist Weiblich Administrator
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Schreiben: das mache ich beinahe täglich. Kreativ? Das kann ich nicht so genau beantworten - ich würde meinen, dass die Kreativität oft irgendwo unter meinen Zeilen gut versteckt, überdeckt, unbemerkt drunterliegt.

Frei schreiben: das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Ich glaube, dass ich bei der Schreibwerkstatt, die Chance hätte, frei zu schreiben. Das würde mich reizen. Was würde ich mir wohl ausdenken, was würde ich ersinnen, um am Thema Arbeit anzudocken?

Ich habe in den vergangenen paar Jahren viele Dokumentationen, von der ungleichen Verteilung von lebensnotwendigen Gütern (Lebensnotwendiges sollte kein "Gut" sein, sondern einfach zum Leben vorhanden sein ...) gesehen, von der massiven Verschmutzung unseres Planeten gesehen und gelesen, vom stupiden und scheinbar unaufhebbaren Tanz um das goldene Kalb "Geld" gesehen, gelesen und erfahren.

Da würde ich andocken. Was würde ich schreiben? Ich glaube, dass ich mal zur Abwechslung mich zum Ausdruck bringen wollen würde. Beinahe ständig musste ich mir in den vergangenen Jahren (Studium, Projekte, Berichte ...) überlegen, welche Informationen jemand anderer von mir braucht oder wie ich mit meiner Form des Ausdrucks bei ihm oder ihr gut ankomme. Davon habe ich genug.

Unweigerlich hat die Informationsprozessierungsform und Ausdrucksfähigkeit bei mir Verformungen erlebt. Meine Sprachbeweglichkeit kommt mir wie die physische Fitness eines Fabriksarbeiters nach 25 Jahren einseitiger Tätigkeit vor. Ich hab mir überlegt, neues sprachliches Terrain wiederzuentdecken.

Was mich zurückhält? Ich muss doch schon so viel Schreiben. Die Fertigstellung meiner Dissertation wartet auf mich. Jedoch fühlt es sich so gut an, wieder ein paar Zeilen frei zu schreiben. Nein, Arbeit ist das nicht. Lust. Arbeit und Lust - ein Paar, das selten gemeinsam ausgeht. Warum vertreibt die Arbeit meist die Lust? Muss Arbeit anstrengend sein?

Weg von der Arbeit ... hin zu einer Glückseligkeit. Arbeit - große Schatten wirft sie. Und nicht nur. Lebensdominierend ist sie - lebensdomestizierend. Ein Ungeheuer ... ein Segen für den maroden Staatshaushalt durch Steuereinnahmen. Freizeit und der Rest? Zwangszeit? Aber man muss doch nicht immer so dualistisch denken!? Nun dann freue ich mich auf den Facettenreichtum, den die Schreibenden dieses Bereiches zum blinken, glänzen, glitzern, widerscheinen bringen.

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 30. November 1999 um 00:00 Uhr
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